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Erkrankungen des Blutgefäßsystems sind direkt oder indirekt
die Ursache bei ca. 70% der Todesfälle des Menschen. Krankhafte
Veränderungen des Blutgefäßsystems haben Bedeutung
bei nahezu allen wichtigen menschlichen Erkrankungen wie Diabetes,
Schlaganfall, Herzinfarkt, periphere arterielle Verschlusskrankheit,
Bluthochdruck, rheumatoide Arthritis und Tumorerkrankungen. Trotz
dieser wesentlichen Rolle der Blutgefäßwand bei den sozioökonomisch
wichtigsten Erkrankungen des Mensches ist weiterhin vergleichsweise
wenig über die zellulären und molekularen Veränderungen
der erkrankten Gefäßwand bekannt.
Die Analyse von molekularen Mechanismen der an der Gefäßneubildung
beteiligten Prozesse hat sich bisher im Wesentlichen auf die Identifizierung
und funktionelle Charakterisierung von proangiogenen und anti-angiogenen
Molekülen konzentriert. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stand
dabei die vaskuläre Endothelzelle. Die Rolle der endothelialen
Vorläuferzellen, Perizyten und glatten Muskelzellen bei diesen
Prozessen ist weit weniger gut untersucht, obwohl eine Vielzahl
von Befunden auf komplexe zelluläre Interaktionen bei der Gefäßneubildung
und beim Gefäßumbau hinweisen.

Diese funktionelle and phenotypische Regulation der Zellen der Blutgefäßwand
wird im Rahmen des SFBs in verschiedenen Projektgruppen mit jeweils
unterschiedlichem Fokus auf Mediatoren und Effektoren (A), zelluläre
Antworten (B) und zelluläre und systemische Interaktionen (C)
untersucht.
Am SFB/TransRegio23 beteiligen sich Arbeitsgruppen folgender Institutionen:
Universitätsklinikum Frankfurt/Main
Universitätsklinikum Heidelberg
Fakultät für klinische Medizin Mannheim
DKFZ Heidelberg
Universitätsklinikum Freiburg
Klinik für Tumorbiologie, Freiburg
© 2005 by Karl H. Plate and Julia Wenner
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